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Küchenchaos

13 / Jul / 2019

Wie alles anfing

Gestern hatte ich total Lust, die Inhalte unserer Küchenschränke zu minimieren. Für den besseren Überblick holte ich zuerst alles aus den Schränken heraus. Diese Methode würde ich auch jedem empfehlen, weil hierdurch das Ausmaß der angehäuften Dinge auf einen Blick sichtbar. So fällt es viel leichter, sich von Dingen zu trennen. Es sei denn, du fühlst dich schnell überfodert, dann fang lieber mit einer Schublade oder einem Fach an.

 

Der Magen knurrt

Dann knurrte plötzlich mein Magen, also räumte ich die Dinge alle auf eine Seite der Küche und fing an zu kochen. Ich liebe es zu kochen und für mich ist kochen wie eine Art Meditation. Was dann geschah war unglaublich. An diesem Abend hatte ich die Dinge im Rücken, die nun nicht mehr hübsch verstaut im Schrank auf ihre Verwendung warteten. Ich spürte förmlich die Energie und wie jeder Gegenstand nach Aufmerksamkeit „schrie“. Die Entspannung, die ich sonst immer beim Kochen verspürte, trat nicht ein. Erst nachdem ich mich von ein paar Dingen trennen konnte.

 

Was brauche ich wirklich?

Ich trennte mich zum Beispiel von der Nudelmaschiene. Es gibt nicht besseres als frische Pasta für mich, aber leider ist der Gedanke an das Putzen der Nudelmaschiene für mich nicht so freudig. Ich ertappte mich dabei, wie ich viel lieber auf dem Wochenmarkt frische Pasta kaufte.

 

Sich wieder befreiter fühlen

Als das was ich behalten wollte, wieder verstaut war, atmete ich tief durch und spürte wie viel wohler ich mich plötzlich in meiner Küche fühlte. Für manche mag es wichtig sein, eine Pastamaschiene, einen Eierschalensollbruchstellenverursacher oder einen  Hotdogmaker zu besitzen. Für mich stellt sich jedoch die Frage, ob wir generel ein paar mehr Dinge anschaffen als wir wirklich verwenden und warum wir das tun.

 

Für jedes Problem gibt es einen Problemlösungsgegenstand

Es ist schon sehr erstaunlich, dass es für so gut wie jedes Problem einen Gegenstand gibt, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, uns aus der Patsche zu helfen.
Ich frage mich, ob die Anhäufung dieser Problemlösungsgegenstände nicht eher zu einem weiteren Problem führen kann?
Ist zu wenig Stauraum vorhanden, wird eine neue Wohnung gesucht. In dieser neuen Wohnung gibt es mehr Stauraummöglichkeiten, das suggeriert mehr Sicherheit und bessere Vorbereitung auf alle Eventualitäten. Jetzt ist sogar Platz für eine super praktische und viel verwendete Popcornmaschine.

 

Die unsichtbare Energie der Dinge

Aber sein wir mal ehrlich, diese Gegenstände möchten alle gepflegt, repariert und verwendet werden.
Ganz heimlich senden Gegenstände nämlich diese Wünsche an uns aus. Das machen sie nicht, weil sie böswillig sind, sondern weil alles Energie ist. Wenn alle Dinge hinter Schranktüren verwinden, bekommt man das nicht so direkt mit, aber trotzdem sind die Schrankhüter da.
Möchten wir unsere Zeit und Energie für so viele Dinge aufbringen? Wo setzen wir unsere Prioritäten?

 

Nicht auf das „irgenwann brauche ich es bestimmt noch mal“ warten

Ich bin der Meinung, dass diese Dinge unser Sicherheitbedürfnis widerspiegeln. Wir wollen am liebsten auf alles vorbereitet sein. Das wäre ein zu großes Risiko, die Yogamatte wegzugeben… vielleicht bekommt man ja nach ein paar Jahren nächstes Wochenende total Lust, sich endlich wieder auf diese Matte zu schwingen. Obwohl man seit Monaten für Yogaübungen den Wohnzimmerteppich bevorzugt.

 

Fazit

Wenn du Küchengeräte regelmäßig verwendest, spricht überhaupt nichts dagegen, sie zu besitzen. Für andere Küchengeräte, die sich in der zweiten oder dritten Reihe im Schrank türmen, gilt das sicher nicht. Für sie wird es höchste Zeit, dass sie anderen eine Freude machen, die diese Dinge öfter benutzen würden. Der Vorteil ist, du bekommst eine bessere Übersicht über die Dinge die du wirklich regelmäßig verwendest und magst. Und du klammerst dich nicht mehr daran, auf alle Eventualitäten vorbereitet sein zu müssen – lass los!

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